OMW Forsthof Kneese
26. – 28. Februar 2010
Nun schon im dritten Jahr vergnügten wir uns Ende Februar beim winterlichen Ohne–Moped–Wochenende. Ein letztes Aufbäumen von Väterchen Frost mit einem halben Meter Schnee fanden wir dort in Kneese Dorf am Schaalsee vor, sodass wir unsere Motorräder auch nicht wirklich vermissten.
Der Forsthof Kneese – ein Traum, genau richtig, um sich gleich zu Hause zu fühlen. Anke, die Inhaberin, eine Bekannte von Nicole, verwirklicht ihn dort seit 2 Jahren. Ich verweise auf die entsprechende Homepage, da ich vor lauter Schwärmen, sonst den Reisebericht auf Referatslänge ausdehnen werde.
Unsere erfahrenen Kaffeetanten befanden den Latte z.B. als besonders lecker, überhaupt das Essen, aus überwiegend biologischem Anbau war köstlich, die Zimmer urgemütlich. Marion, die ja mitgekommen war, um ihren Geburtstag am Samstag bei uns unter den Tisch fallen zu lassen, musste die erste Überraschung schon am Freitag Abend verdauen. Das gaaanze Dachgeschoss, die honeymoonsuite wurde ihr zugeteilt und kurzerhand zur Geburtstagssuite umgetauft.
Am Abend rollten wir uns dann bei einem Glas Wein (oder auch zwei) und Wasser vor den Kamin und taten, was getan werden musste, was wir halt in solchen Situationen immer tun, mal so richtig aus dem Nähkästchen klönen, klönen .
Der Geburtstagsmorgen: Mit Eifer waren wir alle dabei, um Marions Geburtstag mal so richtig auf den Tisch, statt unter den Tisch fallen zu lassen; mit Geschenk, Gesang, Kuchen und ordentlich Deko. Tja, ihr blieb die Luft weg, muss man sagen, aber sie hat sich trotzdem doll gefreut.
Nächster Programmpunkt: Boßeln. Elke hatte uns ihre gesamte Boßelaussrüstung mitgegeben.
Nachdem denn alle, auch wirklich alle mit wasserfestem Schuhwerk am Start angekommen waren, machten wir uns auf die dreieinhalb Kilometer Wanderstrecke nach Dutzow. Der Spassfaktor beim Boßeln war hoch. Gruppe eins, die wachen Schachteln (statt Wachtelköniginnen) gewann schließlich mit zwei Würfen weniger gegen Gruppe zwei, die Moorhühner. Wer wagt, gewinnt eben. Sie hatten es schließlich (Rüffel!) auch gewagt die Boßelkugel im Bach zu versenken, nur um mit der Nase vor zu liegen. Aber Ende gut, alles gut!
Der Streckenfaktor beim Boßeln war allerdings gering. Nur einen Kilometer (statt sieben) schafften wir boßelnd angesichts der winterlichen Verhältnisse, einen weiteren kleinen Teil wandernd, dennoch erhaschten wir noch Blicke auf den Schaalsee.
Der Sonnenfaktor beim Boßeln und überhaupt am Samstag war wiederum hoch, halt Geburtstagswetter!
Nachmittags gab es nach einer Erholungspause Geburtstagslatte und –kuchen.
So gestärkt versammelten wir uns im Seminarraum bei Astrid Schröder, einer Naturheilpraktikerin, die eigens angereist war, um uns bei Körperübungen anzuleiten. Es war eine Mischung aus Yoga, Shiatsu, Qi Gong und Fußreflexzonenmassage. Astrid ging dabei auf unsere unterschiedlichen Bedürfnisse und Befindlichkeiten gut ein und gestaltete die zwei Stunden denn auch abwechslungsreich mit sowohl anregenden als auch entspannenden Übungen.
Zum Abendbrot verwöhnte uns Anke wieder mit Lecker hoch drei: Brot, Kräuterbutter, Salat, Kartoffel–Gemüseauflauf (sowohl vegetarisch als auch anders) und Tiramisu. Hhhm!
Abends gab es einen Fotofilm zu Nicoles und Stefans Ostseeumrundung 2009. Da kam bei mir dann doch spätestens Sehnsucht und Vorfreude auf; aufs Motorrad, auf gemeinsame Touren in 2010.
Gut ausgeschlafen und ausgeruht verteilten wir uns am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück auf die verschiedenen Autos Richtung Heimat. Und wenn sie dort auch angekommen sind, so ruhen sie dort jetzt weiter, in Wasserbetten, in der Badewanne, auf dem Sofa...
Außer mir – ich schreibe hier.
Aber nu – kommt nix hinzu!